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Lymphatische Filariose

14.09.2026 - Artikel

Die lymphatische Filariose ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch parasitische Fadenwürmer ausgelöst und von Mücken übertragen wird. Sie schädigt das Lymphsystem und führt so im Verlauf zu starken Schwellungen.

Erreger

Die Erkrankung wird durch fadenförmige parasitäre Würmer, sog. Filarien, verursacht. Es werden drei Arten unterschieden:

  • Wuchereria bancrofti (verantwortlich für rund 90 % der Fälle)
  • Brugia malayi
  • Brugia timori

Die Übertragung auf den Menschen erfolgt über infizierte Stechmücken (z. B. der Gattungen Culex, Anopheles und Aedes), welche die MIkrofilarien (Larven) transportieren.

Erkrankung

Die durch Mücken übertragenen Larven, entwickeln sich im menschlichen Lymphsystem zu erwachsenen Würmern. Viele Infektionen verlaufen zunächst ohne sichtbare Zeichen, durch die Schädigung des Lymphsystems kommt es im chronischen Stadium jedoch zu teils extremen, schmerzhaften Schwellungen von Gliedmaßen (Elephantiasis) oder Genitalien (Hydrozele).

Verbreitung

Die Krankheit ist vor allem in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet, insbesondere in Teilen Afrikas, Südostasiens und Südamerikas.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt meist durch den Nachweis der Mikrofilarien in einer Blutprobe, die idealerweise nachts entnommen wird, da die Parasiten dann verstärkt in die Blutbahnen wandern. Auch Ultraschalluntersuchungen der Lymphknoten werden eingesetzt.

Therapie

Die medikamentöse Behandlung zielt darauf ab, die Mikrofilarien im Blut abzutöten. Die bereits entstandenen Schwellungen können nicht vollständig geheilt werden, aber durch spezielle Hautpflege, Kompression und Physiotherapie gelindert werden.

Prävention

Die wichtigste Maßnahme ist der Schutz vor Mückenstichen (z. B. durch Moskitonetze, Repellents und lange Kleidung). In betroffenen Gebieten führt die WHO Massenmedikationen durch, um die Parasitenlast in der Bevölkerung zu senken und die Übertragung zu stoppen.

Referenzen

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